An die Zeit

Einmal fragten die Menschen die Zeit: Wann wirst du endlich anhalten und endlich sein, wie wir es sind? Es wird langsam Zeit, dass du dich selbst erkennst! Die Zeit entgegnet: An sich bin ich die Unendlichkeit – für sich bin ich die schlechte Unendlichkeit.

Die Menschen ahnten nicht, dass die Sprache der Zeit eine Schwierigkeit birgt. Denn mit „schlechter Unendlichkeit“ meint die Zeit bloß, dass sie einfache und darum abstrakte Unendlichkeit ist – es ist ein altes Wort für „schlicht“. Die Menschen aber nahmen die Zeit wiederum beim Wort: in der einfachen Bedeutung, dass es um ihre historische Lage schlecht bestellt ist. Und dass sie den Schein der Unendlichkeit an sich hat.

Endliche Wesen sind die Menschen bloß, darum machen sie Fehler und missverstehen die Zeit: Für uns bist du nicht mehr als das Schlechte. Wir brauchen aber eine gute Zeit.